Bewerbung in der Schweiz und in Österreich

Die Schweiz und Österreich lesen Bewerbungen ähnlich wie Deutschland, aber nicht gleich. Lebenslauf, Lohn, Bewilligungen und Sprachen in beiden Ländern.

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Dein Lebenslauf

Die Stelle

Wir trainieren nie KI mit deinem Lebenslauf. In Deutschland gehostet, unter DSGVO.

Inhalt
  1. Schritt für Schritt
  2. Was anders ist als in Deutschland
  3. Sprachen
  4. Bewilligungen kurz erklärt
  5. Anerkennung deines Abschlusses
  6. Was man in der Schweiz verdient
  7. Was man in Österreich verdient
  8. So hilft cvscored
  9. Mittlerer Monatslohn in der Schweiz, 2024
  10. Checkliste
  11. Eine ehrliche Grenze
  12. Quellen
  13. Das Wichtigste
  14. Häufige Fragen
  15. Passende Ratgeber

Schritt für Schritt

  1. Wähle Land und Sprache

    Die Anzeige zeigt, in welcher Sprache die Stelle läuft. Die Schweiz hat vier Landessprachen. Schreib in der Sprache der Anzeige.

  2. Kläre, ob du dort arbeiten darfst

    Bürger der EU und der EFTA können in beiden Ländern arbeiten. Andere brauchen eine Bewilligung, mehr dazu unten.

  3. Prüf, ob dein Beruf reglementiert ist

    Ärzte, Pflegefachleute und Lehrkräfte sind Beispiele. Finde die zuständige Stelle, bevor du dich bewirbst.

  4. Schreib den Lebenslauf für das Land

    Für die Schweiz: Foto, volles Geburtsdatum und Nationalität. Für Österreich: ein Foto ist üblich, aber freiwillig.

  5. Leg Zeugnisse und Diplome bei

    Scanne Arbeitszeugnisse und Diplome gut lesbar und benenne die Dateien klar.

  6. Kläre Lohn und Zahl der Zahlungen

    In Österreich kommt das Gehalt meist in 14 Teilen. In der Schweiz bekommen viele einen 13. Monatslohn.

  7. Schreib in der Schweiz ss statt ß

    In der Schweiz gibt es kein ß. Die Bundeskanzlei schreibt ss; halte es in deinen Unterlagen genauso.

Was anders ist als in Deutschland

In allen drei Ländern ist der Lebenslauf kurz, datiert und rückwärts geordnet. Die persönlichen Angaben unterscheiden sich.

Die Schweizer Berufsberatung empfiehlt ein aktuelles Farbfoto mit neutralem Hintergrund, kein Selfie.

Sie rät auch zum vollen Geburtsdatum und zur Nationalität. Wer nicht Schweizer ist, nennt die Bewilligung, etwa B oder C.

In Österreich nennt das AMS ein Foto üblich, aber nicht verpflichtend. Kein Arbeitgeber darf darauf bestehen.

Das AMS sagt: ein bis höchstens zwei A4-Seiten. Geburtsdatum und Geburtsort kannst du angeben, musst aber nicht.

Ort, Datum und Unterschrift gehören in den Lebenslauf, wenn sie nicht schon im Anschreiben stehen.

Sprachen

In der Schweiz nannten 2024 61 Prozent Deutsch als Hauptsprache, 23 Prozent Französisch und 8 Prozent Italienisch. Rätoromanisch lag unter 1 Prozent.

Eine Stelle in Genf läuft meist auf Französisch, eine in Lugano auf Italienisch, eine in Zürich auf Deutsch.

In Österreich arbeitest du auf Deutsch. Pflege und einige Gesundheitsberufe verlangen einen Deutschnachweis, je nach Beruf B1 bis C1.

Bewilligungen kurz erklärt

Schweiz: Bürger der EU und der EFTA melden eine Stelle unter drei Monaten nur an.

Für eine Stelle bis zu einem Jahr gibt es die Kurzaufenthaltsbewilligung L, für eine längere die Bewilligung B.

Aus anderen Ländern werden vor allem Führungskräfte, Spezialisten und qualifizierte Fachleute mit Hochschulabschluss und Berufserfahrung zugelassen.

Der Arbeitgeber muss zeigen, dass er in der Schweiz und in der EU und EFTA niemanden findet.

Für 2026 gelten 8500 Bewilligungen für qualifizierte Fachleute aus anderen Ländern: 4500 B und 4000 L.

Grenzgänger aus der EU oder der EFTA haben den Ausweis G und kehren mindestens einmal pro Woche nach Hause zurück.

Österreich: Bürger der EU, des EWR und der Schweiz brauchen keine Arbeitsbewilligung. Wer über drei Monate bleibt, meldet sich binnen vier Monaten an.

Fachkräfte aus anderen Ländern können die Rot-Weiß-Rot – Karte beantragen. In Mangelberufen brauchen sie eine abgeschlossene Ausbildung und 55 Punkte.

Anerkennung deines Abschlusses

Schweiz: Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) entscheidet für viele Berufe.

Es verlangt 350 Franken für eine Niveaubestätigung bei nicht reglementierten Berufen und 550 Franken für eine Anerkennung.

Das Schweizerische Rote Kreuz anerkennt ausländische Diplome in Pflege, Physiotherapie und weiteren Gesundheitsberufen.

Österreich: Eine formale Anerkennung brauchst du nur für reglementierte Berufe, vor allem in Bildung und Gesundheit.

Kostenlose Beratung gibt es in Wien, Linz, Graz und Innsbruck. Das Portal berufsanerkennung.at nennt die zuständige Stelle.

In der Pflege und in einigen Gesundheitsberufen folgt danach der Eintrag ins Gesundheitsberuferegister.

Was man in der Schweiz verdient

Der mittlere Bruttolohn für eine Vollzeitstelle lag 2024 bei 7024 Franken im Monat.

Das untere Zehntel verdiente weniger als 4635 Franken, das obere Zehntel mehr als 12 526 Franken.

In der Region Zürich lag der Median bei 7502 Franken, im Tessin bei 5708 Franken.

75,9 Prozent der Angestellten bekamen 2024 einen 13. Monatslohn.

Salarium, der Lohnrechner des Bundesamts für Statistik, zeigt eine Spanne für Beruf und Region.

Was man in Österreich verdient

Statistik Austria nennt für 2024 ein mittleres Bruttojahreseinkommen von 55.678 Euro bei ganzjähriger Vollzeit.

Das Gehalt kommt oft in 14 Teilen: 12 Monatsgehälter, Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration.

Den Anspruch auf diese zwei Zahlungen regeln Kollektivvertrag oder Arbeitsvertrag.

Seit März 2011 muss jede Stellenanzeige das Mindestentgelt nennen. Ist der Arbeitgeber zur Überzahlung bereit, muss sie das sagen.

So hilft cvscored

Prüf deinen Lebenslauf gegen eine Schweizer oder österreichische Anzeige. Du siehst jede Anforderung neben der Zeile, die sie beantwortet.

cvscored schreibt Lebenslauf und Anschreiben in sechs Sprachen, also auch Französisch für Genf und Italienisch fürs Tessin.

Für eine Stelle, die du hinzufügst, sucht es ein Gehaltsband für Rolle und Ort und zeigt die Quellen.

Mittlerer Monatslohn in der Schweiz, 2024

Jonas Keller ist ein erfundener Elektriker aus Leipzig. Er vergleicht Branchen mit diesen amtlichen Werten, brutto, in Franken, für Vollzeit.

BrancheMedian im Monat, Franken
Banken10 723
Forschung und Entwicklung9139
Maschinenbau7632
Grosshandel7478
Baugewerbe6616
Metallerzeugung6279
Detailhandel5214
Gastronomie4744
Beherbergung4715

Amtliche Werte für 2024, keine Angebote. Ganze Schweiz: 7024 Franken.

Dafür

  • Die Löhne in der Schweiz sind hoch.
  • Österreichische Anzeigen nennen das Mindestentgelt.

Dagegen

  • Schweizer Kontingente begrenzen Menschen von außerhalb der EU.
  • Ein Schweizer Lebenslauf braucht mehr persönliche Angaben.

Checkliste

  • Du kennst die Sprache der Stelle.
  • Du weißt, ob du eine Bewilligung brauchst.
  • Du weißt, ob dein Beruf reglementiert ist.
  • Der Lebenslauf hat die persönlichen Angaben, die das Land erwartet.
  • Zeugnisse und Diplome sind gut lesbar gescannt.
  • Du weißt, wie viele Zahlungen das Jahr hat.
  • Du hast eine Lohnspanne aus einer amtlichen Quelle.
  • Für die Schweiz steht ss statt ß im Text.

Eine ehrliche Grenze

Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Information, keine Rechts- oder Einwanderungsberatung. Bewilligungen und Kontingente ändern sich jedes Jahr; prüf die amtlichen Seiten.

Quellen

Geprüft am .

Das Wichtigste

  • In der Schweiz gehören Foto und persönliche Angaben dazu.
  • In Österreich nennt die Anzeige das Mindestentgelt, oft in 14 Teilen gezahlt.
  • EU-Bürger ziehen frei um; andere brauchen eine Bewilligung.
  • Schreib in der Sprache der Anzeige.

Häufige Fragen

Gehört in der Schweiz ein Foto in den Lebenslauf?
Meist ja. Die Berufsberatung empfiehlt ein aktuelles Farbfoto mit neutralem Hintergrund und kein Selfie.
Nenne ich in der Schweiz meine Bewilligung?
Ja, wenn du nicht Schweizer bist. Die Berufsberatung rät, Nationalität und Bewilligung zu nennen, etwa B oder C.
Muss in Österreich das Gehalt in der Anzeige stehen?
Ja. Seit März 2011 nennt jede Anzeige das Mindestentgelt, und ob der Arbeitgeber mehr zahlen will.
Gibt es in der Schweiz einen 13. Monatslohn?
Bei den meisten: 2024 bekamen ihn 75,9 Prozent der Angestellten. Prüf deinen Vertrag.
Darf ich als EU-Bürger in der Schweiz arbeiten?
Ja. Unter drei Monaten meldest du die Stelle an. Für längere gibt es die Bewilligung L oder B.
In welcher Sprache bewerbe ich mich?
In der Sprache der Anzeige. Die Schweiz hat deutsch-, französisch-, italienisch- und rätoromanischsprachige Gebiete.

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